Was bedeutet Taekwondo-Do?

 

 

 

Taekwon-Do ist die nationale koreanische Form der fernöstlichen Kampfkünste unter der Philosophie des Zen.

In einfacher Übersetzung bedeutet es: 

  • Tae

soviel wie springen, stoßen, treten; steht für Beintechniken

  • Kwon

wörtlich: Faust; kennzeichnet die Handtechniken

  • Do

übersetzt: Weg, System, Methode, ist der philosophische Hintergrund aller asiatischen Kampfkünste

Do geht weit über das rein Sportliche hinaus und soll im geistigen und körperlichen Reifeprozeß jedes Aktiven erkennbar sein. Es geht nicht nur darum, Selbstverteidigungs- und Wettkampftechniken bestmöglich zu erlernen, sondern durch Disziplin und Körperbeherrschung die eigene Persönlichkeit zu bilden, den Charakter zu schulen und Menschlichkeit zu üben.

Durch eigenständiges Gehen und Handeln beginnt man eigenständiges Denken, womit der Grundstein zu einem eigenständigen Leben gelegt wird.

Taekwondo-Do ist im übertragenen Sinne eine Lebensschule für Geist und Körper!

Regelmäßiges Training verbessert das Allgemeinbefinden, verschafft ein gesundes seelisch-körperliches Gleichgewicht, erhöht die körperliche und geistige Beweglichkeit, steigert die Konzentrationsfähigkeit und sorgt damit für beste körperliche Verfassung und Gesundheit. Durch die Schulung von Geist und Körper ist es möglich, das nötige Selbstvertrauen zu entwickeln und die erforderliche Gelassenheit zur Selbstverteidigung zu erlangen, um unfaire Attacken, Brutalität, sowie unnötige Anwendung von Gewalt zu vermeiden und dadurch den Kampf auszuschließen. 

 

Grundsätze des Taekwondo-Do

In der Philosophie des Taekwondo vereinen sich mehrere ostasiatische Geistesströmungen. Diese Zen- (koreanisch: Son) Philosophie bildet das Grundgerüst des Taekwondo, welches nicht, wie oft angenommen, auf das bestmögliche Erlernen von Selbstverteidigungstechniken abzielt, sondern einen Weg weist, die eigene Persönlichkeit zu bilden, den Charakter zu schulen und Menschlichkeit zu üben.

Das Training soll helfen, die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen und damit umgehen zu lernen.

"Das höchste Ziel des Taekwondo-Do -Trainings ist es, nicht rücksichtslos vorzugehen, sondern durch Disziplin und Körperbeherrschung die persönliche Geisteshaltung auszubilden."
(Kyong Myong Lee)

Eine Besonderheit ostasiatischer Kampfkünste ist deren Ziel, die Erfahrung aus Training und Körperschule in gesamtheitlicher Sichtweise, unter Einbeziehung ihrer Grundsätze und Geisteshaltung, zu einer Einheit mit dem Leben als solches zu vereinen.

"Körper und Geist in Einklang mit dem Urprinzip des Universums bringen."
(Ko Myong)

Unter diesen Aspekten mögen nun einige Grundsätze des Taekwondo-Do  genannt sein: 

  • Geduld, Bescheidenheit, Toleranz
  • Selbstvertrauen, Selbstüberwindung, Selbstdisziplin, Selbstkontrolle
  • Konzentration, Zielstrebigkeit, Leistungswille
  • Ehrlichkeit, Höflichkeit, Gemeinsamkeit, Menschlichkeit, Gerechtigkeit.

"Selbstvertrauen ist die Voraussetzung für Bescheidenheit und Toleranz."
(Kyong Myong Lee)

Taekwon-Do hat mehrere Ausbildungsdisziplinen, welche die Grundlage dieser Kampfkunst bilden: 

  •  Poomse: Formenlauf, Grundschule und Pflichtübungen
  •  Hanbon-Kyorugi: Partnerübungen/abgesprochener Kampf
  •  Jayu-Kyorugi: Freikampf/Wettkampf
  •  Kyok-Pa: Bruchtest
  • Ho-Sin-Sul: Selbstverteidigung